HOLZBAUPLUS - Bundeswettbewerb Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen 2020

Teilnehmer

HOLZBAUPLUS2020

„Austragshaus“

Adresse:
94437 Mamming
Architekt:
Klinger Hans Peter
Sommershausener Straße 5
94437 Mamming
 

Klöckner: "Bauen mit Holz ist aktiver Klimaschutz"

Die Preisträger 2020 im Video

Gebäude aus Baustoffen auf der Grundlage nachwachsender Rohstoffe sind nach wie vor eine Nischenerscheinung? Ganzheitlich auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Bauten stehen unverändert für die Haltung einer kleinen Gruppe unverbesserlicher Weltverbesserer – ungeachtet konkret wahrnehmbarer Auswirkungen des Klimawandels und einer Jugend, die freitags ihr Recht auf Zukunft einfordert?

Die fünfte Ausgabe des Wettbewerbs HolzbauPlus stellt einmal mehr eine unerwartet umfangreiche und vielfältige Fundgrube von Ansätzen und Ideen für den Einsatz natürlicher Baustoffe im Bauwesen dar.

Die 198 auf neun unterschiedliche Kategorien verteilten Einreichungen unterschiedlicher Größenordnung stehen dafür, welche Kreativität das Planen und Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen auslöst, welche ge­stalterischen, funktionalen und konstruktiven Qualitäten mit Naturbaustoffen umge­setzt werden können. Grundsätzlich steht Holz als Bau- und Konstruktionswerkstoff in Konstruktion, Innenraumgestaltung oder Fassadenbekleidung im Fokus.

Bei den 7 Gewinnern, drei Sonderpreisen sowie den 9 Anerkennungen steht Holz als Bau- und Konstruktionswerkstoff im Innenraum oder als Bekleidung sichtbar im Vordergrund.

Die eingereichten Arbeiten belegen eindrucksvoll das kontinuierlich erweiterte Spektrum der Möglichkeiten weiterer natürlicher bzw. nachwachsender Materialien im Einsatz als Ausbau- und Dämmstoffe, aber ebenso als mit allen Sinnen wahrnehmbare, Oberflä­chen prägende Werkstoffe. Faserdämmstoffe aus Holz und Flachs kommen dabei genauso zur Anwendung wie Hanf oder Stroh.

Die Bandbreite der der Jury zur Diskussion eingereichten Arbeiten umfasst feine, sorgsam entwickelte und ebenso umgesetzte, nur scheinbar kleinteilige Sanierungs­maßnahmen in der Art von Kammerspielen auf ländlicher Bühne ebenso wie famose Opern großvolumiger Industrie- und Gewerbebauten. Daneben stehen nicht weniger selbstbewusste, innovative Konzepte für den kleinmaßstäblichen Wohnungsbau oder für großvolumige Wohn- und Geschäftsgebäude an mutmaßlich schwierigen Standorten in u. a. den Ballungsräumen Leipzig und Berlin. Überzeugende Beispiele öffentlichen Bauens lassen leider bislang nach wie vor nur ahnen, wohin die Vorbildfunktion füh­ren könnte, wenn diese Ansprüche sämtlichen öffentlichen Bauaufgaben wie selbstver­ständlich zugrunde gelegt würden.

So erhielt ein ehemaliger Güterbahnhof in Rheinland-Pfalz eine neue Gebäudehülle in Form einer energetisch optimierten Holzfassade. In Bayern wurde das bundesweit erste viergeschossige Schulgebäude in Holzbauweise errichtet. Und in Niedersachsen entstand das derzeit größte strohgedämmte Holzbauprojekt Deutschlands mit 19 individuellen Wohnungen für 47 Menschen.